Für ein friedliches, rechtsstaatliches und vereintes Europa 

Überall in Deutschland finden in diesen Tagen große Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit statt. Die Bundesrepublik Deutschland im Frühjahr 2024 ist nicht mit der Weimarer Republik in der Zeit vor der Machtergreifung im Frühjahr 1933 durch die Nationalsozialisten gleichzusetzen. Aber die Geschichte lehrt uns, wie entscheidend es ist, dass sich alle Demokratinnen und Demokraten in Deutschland stets für die Bewahrung der Demokratie einsetzen.  
Das Vermächtnis des Deutschen Widerstandes verlangt danach, für die freiheitliche-demokratische Grundordnung einzutreten und seine Stimme zu erheben, wo die Demokratie in Gefahr gerät. 
Gegen Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Antisemitismus. 
Nie wieder ist jetzt! 

In stillem Gedenken – Dr. Rüdiger von Voß

Am 2. Dezember 2023 ist der Ehrenvorsitzende der Forschungsgemeinschaft und des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944, Dr. Rüdiger von Voß, im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen. 

Rüdiger von Voß war seit der Gründung der Forschungsgemeinschaft 1973 über zwei Jahrzehnte ihr Vorsitzender. Ohne sein stetiges Wirken und Engagement würde es die Forschungsgemeinschaft heute nicht geben. Unermüdlich hat er sich bis zuletzt für die Bewahrung des Vermächtnisses des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus eingesetzt. In zahlreichen Vorträgen und Büchern hat Rüdiger von Voß die Bedeutung des Widerstandes wachgehalten und neue Wege bei der Vermittlung der Rezeption vorangetrieben.
Bei seinem Vortrag auf der XXXV. Königswinterer Tagung anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Forschungsgemeinschaft im Februar dieses Jahres hat er uns die folgenden Worte mit auf den Weg gegeben. 
Die Geschichte unserer Organisationen gibt uns neuen Mut. Das Vermächtnis und der hieraus abzuleitende Auftrag bleiben eine Verpflichtung, nach vorne zu schauen und die Zukunft zu gestalten. Ich bin voller Hoffnung, dass dies gelingt!

Wir sind Rüdiger von Voß zu großem Dank verpflichtet. Er wird uns sehr fehlen.

Anmeldung zur XXXVI. Königswinterer Tagung jetzt möglich

Finden Sie hier das Programm und das Anmeldeformular zur „Königswinterer Tagung“ der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“. Die Anmeldung ist per Post, Fax oder E-Mail an die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. möglich. Die Adresse entnehmen Sie bitte dem Formular. Weitere Informationen: zwanzigster-juli.de/2023/10/03/xxxvi-koenigswinterer-tagung/

Seminar für Studierende und Young Professionals der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“ in Kreisau

Vom 16. bis zum 20. Mai 2023 hatten einige Studenten der Bonner Geschichtswissenschaft die Möglichkeit, an einem Jugendworkshop der „Forschungsgemeinschaft 20.Juli 1944“ in Kreisau/Krzyzowa (Polen) teilzunehmen.
Die Veranstaltung, die sich mit der Widerstandsgruppe des „Kreisauer Kreises“ und dessen Ideen für ein neues, anderes Deutschland nach Hitler auseinandersetzte, wurde von Daniel E.D. Müller und Louisa-Sophie Reckmann geleitet.

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XXXVI. Königswinterer Tagung

Die sechsunddreißigste „Königswinterer Tagung“ der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“, soll vom 16.-18. Februar 2024 im Tagung- und Bildungshaus des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) in Bonn stattfinden.
Thema dieser Tagung, die der Tatsache gerecht werden möchte, dass sich das Attentat vom 20. Juli 1944 in diesem Jahr zum achtzigsten Mal jährt, wird sein:

„In aller Munde und vor aller Augen? Die Wahrnehmung des Widerstandes gegen das NS-Regime in achtzig Jahren“

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Die Bundesrepublik Deutschland und der Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Bericht zur XXXV. Königswinterer Tagung, 2023

Wie ging die Bundesrepublik mit dem Widerstand gegen die NS-Diktatur um, wo sich doch die Karrieren vieler Nationalsozialisten ohne größere Brüche in Polizei, Justiz und Ministerien auch der jungen Demokratie fortsetzen ließen? Wie sah die wissenschaftliche Erforschung des Widerstands aus, wenn die bundesrepublikanische Gesellschaft mehrheitlich noch in den hohen 1950er-Jahren Widerstand gegen Hitler als Verrat an dem im Krieg stehenden Vaterland auffasste? Zum fünfzigsten Jubiläum der Gründung der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944“ thematisierte deren XXXV. Königswinterer Tagung im Bonner „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ die Rezeptions- und Forschungsgeschichte des Widerstands in der Nachkriegsdemokratie.

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Verleihung des „Dorothee-Fliess-Preises für Widerstandsforschung“

Prof. Dr. Günther Brakelmann für sein Lebenswerk

Günther Brakelmann erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung 2022 für sein Lebenswerk. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der XXXV. Königswinterer Tagung im Haus der Geschichte am Abend des 25. Februars 2023. 

Der 91-jährige evangelische Theologe und Soziologe hat seine Forschungsschwerpunkte in der Geschichte des Antisemitismus und in der Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. In unzähligen Vorträgen und Publikationen hat er die Forschungsgemeinschaft in den letzten 50 Jahren begleitet, beraten und unterstützt. 

Weitere Informationen: https://dorothee-fliess-fonds.de/category/verliehene-preise/

Königswinter Tagung 2023 – Jubiläum: Dialog statt Festreden

50 Jahre Forschungsgemeinschaft – die Wissenschaft steht im Vordergrund

130 Gäste strömten ab dem 24. Februar zur XXXV. Königswinterer Tagung in das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach Bonn. Das Thema „Die Bundesrepublik Deutschland und der Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ war ein Magnet mit vielen hochkarätigen Rednern. Der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Johannes Tuchel, hielt den ersten Vortrag zur Geschichte der Erforschung des Widerstandes. Am Samstagvormittag startete das erste Panel mit dem Rechtswissenschaftler Christian Hillgruber und dem Thema ‚Die Wiederherstellung des Rechtsstaates‘.  Oberst Sven Lange sprach über den Umgang der Bundeswehr mit der Geschichte des Widerstandes gefolgt von Nils Weise und dem Thema ‚Die Ministerien und oberen Bundesbehörden der Bundesrepublik Deutschland nach 1945‘. Den Abschluss des ersten Panels bildete Esther-Julia Howell mit ihrem Referat zum Thema ‚Der Umgang mit den NS-Quellen zum Widerstand aus archivarischer Sicht‘.

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