Kontrovers: Wo beginnt Widerstand?

Fridays for Future, Montagsdemo, Hambacher Forst - sie alle sind zu Schlagworten für den organisierten Protest gegen politische Entscheidungen geworden. Angehörige sämtlicher Generationen und unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen machen mobil - und zeigen durch zivilen Ungehorsam, dass in ihren Augen etwas nicht stimmt in ihrer Gemeinde, ihrem Land, der Welt. Gilt das in einer parlamentarischen Demokratie als Widerstand? Oder ist dieser Begriff aktiven Umsturzversuchen und der Beseitigung von Tyranneien vorbehalten? Mit dieser durchaus kontroversen Frage hat sich die XXXIII. Königswinterer Tagung der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 und der und Jakob-Kaiser-Stiftung in Bonn beschäftigt.
 
 
Unter dem Titel „Vom 20. Juli 1944 zum Hambacher Forst. Der Begriff des Widerstandes“ haben vom 14. bis zum 16. Februar 2020 Historiker, Politik- und Sozialwissenschaftler, Studierende und Interessierte über die Grenzen und Perspektiven des Themas diskutiert. Ziel war es, herauszuarbeiten, was genau Widerstand ausmacht und was ihn von anderen Formen des Protestes unterscheidet. Wie schwierig es ist, sich auf eine saubere Terminologie festzulegen, wurde in zum Teil emotionalen Diskussionen deutlich.
 
Die Tagung wurde unterstützt durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, den Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, die Stiftung 20. Juli 1944 und die Bundeszentrale für politische Bildung. Ein ausführlicher Tagungsbericht folgt. Der Tagungsband wird im Rahmen unserer Schriftenreihe veröffentlicht.
 
Die XXXIV. Königswinterer Tagung findet vom 26. bis zum 28. Februar 2021 statt.