Jetzt zum Jugendworkshop 2017 anmelden

Vom 24. bis 26. November findet der Jugendworkshop der Forschungsgemeinschaft in Berlin statt. Das Thema ist dieses Jahr "Jüdischer Widerstand und Rettungswiderstand". Die Tagung wird in der Jugendherberge am Ostkreuz in Berlin stattfinden.

Ab sofort können interessierte Studenten, Young Professionals und wissenschaftliche Nachwuchskräfte sich unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

Hier finden Sie das Anmeldeformular.

Hier finden Sie das Programm.

Die Königswinterer Tagung findet vom 17. bis 19. Februar statt

In diesem Jahr feiert die Königswinterer Tagung einen runden Geburtstag. Zum 30. Mal findet die Tagung nun statt. 2017 steht die Veranstaltung unter dem Titel "Christlicher Glaube als Fundament und Handlungsorientierung des Widerstandes gegen das 'Dritte Reich'".

Die Tagung wird gewissermaßen zum Urgrund, zur Basis der Motivation vieler Hitler-Gegner zurückkehren und den mühsamen Weg der Gewissensentscheidung für eine Beteiligung am Widerstand gegen das "Dritte Reich" ebenso nachvollziehen, wie sie die Sichtweise des Nationalsozialismus auf das Christentum spiegeln wird. Das schreibt der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft Friedrich von Jagow zum Programm. Dahinter stehe die Frage: Was sind die ethischen Grundlinien dieser Zeit gewesen und wie wollte  man der "jetzt herrschenden säkularisierten Lebensauffassung" - um einmal dem Europaplan des Kreisauer Kreises zu zitieren - begegnen?

Zur Tagung und zur gleichzeitig stattfindenden Mitgliederversammlung (18. Februar) möchte der Vorstand alle Interessierten herzlich einladen.

Über Ihre Anmeldung freuen wir uns und bitten Sie, uns diese verbindlich bis zum 16.01.2017 zukommen zu lassen. Bitte nutzen Sie hierfür die folgende Email-Adresse für Ihre Anmeldung oder Fragen rund um die Tagung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist seit 31.12.2015 abgeschaltet.

Hier finden Sie die Anmeldung und das Programm.

Hier finden Sie die Einladung.

13. Workshop für Studenten und Young Professionals

Nachdem der Jugendworkshop der Forschungsgemeinschaft im letzten Jahr zum ersten Mal in Berlin stattgefunden hat, soll er in diesem Jahr vom 2. bis zum 6. November 2016 in Kreisau (Niederschlesien) stattfinden. Wie könnte es anders sein, soll das Thema natürlich der Widerstand des „Kreisauer Kreises“ sein.

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Der 20. Juli 2016 in Berlin

Am Vorabend des 20. Juli (nach dem Empfang beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, im Berliner Rathaus) erinnerte die Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joas in der St. Matthäus-Kirche am Kulturforum an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Thema: „Die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Christliches Erbe oder Folge der Aufklärung?“

Die Predigt im Ökumenischen Gottesdienst am Morgen des 20. Juli (mit Feier des Abendmahls durch Pater Klaus Mertes SJ) in der Gedenkstätte Plötzensee hielt Superintendent Carsten Bolz.

Foto: Bundesregierung/KuglerDie offizielle Gedenkfeier der Bundesregierung zum 72. Jahrestag des Attentats- und Umsturzversuchs gegen Hitler am 20. Juli 1944 fand in diesem Jahr im Ehrenhof des „Bendlerblocks“ in der Stauffenbergstraße in Berlin statt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hielt die Gedenkrede.

Nach einem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, begrüßte Robert von Steinau-Steinrück als Vorsitzender des Vorstands der Stiftung 20. Juli 1944 die Anwesenden und ging dabei auf die aktuellen Versuche rechtsextremistischer Kreise ein, den Widerstand und seine Symbole für sich zu missbrauchen. Das Totengedenken sprach Axel Smend, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung 20. Juli 1944.

Am Abend des Gedenktags des deutschen Widerstandes legten rund 400 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr ihr Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Bundesministeriums der Verteidigung ab. Die Gelöbnisansprache hielt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Wolfgang Huber, hielt als Ehrengast die Ansprache an die Rekruten.

Am 23. Juli 2016  fand eine Gedenkandacht in der Bornstedter Kirche mit Pfrn. Cornelia Radeke-Engst statt mit einem Vortrag von Juliane von Kutter-Hammerstein über Oberleutnant Ludwig von Hammerstein-Equord und Familie.

 

XXIX. Königswinterer Tagung

Vom 26. bis 28. Februar 2016 fand (wiederum in Kooperation mit der Jakob-Kaiser-Stiftung) die XXIX. "Königswinterer Tagung" statt mit dem Thema:

„'Sie hatten alle Geist und Rang und Namen' – Mitglieder des Widerstands und ihr Einfluss/ihr Wirken nach 1945" (Zitat von Albrecht Haushofer)

Foto Auditorium: Horst NiemannDie Tagung nahm das - ganz unterschiedliche Formen und Reichweiten einnehmende - Wirken von Mitgliedern des Widerstandes in der Nachkriegszeit in den Blick . Hatten sie die Möglichkeit, ihre konspirativen Zukunftsüberlegungen aus dem „Dritten Reich“, ihr „Vermächtnis“ nun in die Wirklichkeit zu überführen? Wie begegneten ihnen die Zeitgenossen? Entsprachen die entstehende Bundesrepublik Deutschland bzw. die DDR ihren Vorstellungen zumindest soweit, dass sie ihre tätige Mitwirkung nicht versagen mochten?

Es wurde vornehmlich der biographische Zugang gewählt, denn mehrere Gründe sprechen dafür: nicht zuletzt war es die Geschichte des 20. Jahrhunderts, in dessen erster Hälfte sich wie nur in wenigen anderen historischen Zeiträumen Erschütterungen und Brüche größten Ausmaßes ereigneten, die den Einzelnen vor bis dahin nicht gekannte Alltagsherausforderungen und Entscheidungszwänge stellte. Daneben ist die Vereinzelung des Individuums im nationalsozialistischen Herrschaftssystem ein weiteres Argument. Führte die „große Einsamkeit“ der Menschen im durchorganisierten, total politisierten Ausnahmezustand des NS-Staates und das vorsichtige Zusammenfinden im Widerstand zu besonders „gestählten“ Zeitgenossen? Oder versagte bei fehlendem Außendruck, also nach 1945, die Bindekraft der Ideen, ist die desinteressierte oder gar willentlich vergessen wollende Umwelt (Wiederaufbau; nach vorne schauen, nicht zurück) dazu geeignet, diese Menschen wieder zurückzuführen in eine erneute „große Einsamkeit“?    

Foto: Horst Niemann

Friedrich von Jagow (Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944) und Prof. Dr. Tilmann Mayer (Jacob-Kaiser-Stiftung) eröffneten die Tagung und begrüßten die Tagungsgäste, Prof. Dr. Joachim Scholtyseck gab eine Einleitung in die Tagung und erläuterte die ihr zugrunde liegende Konzeption.

Friedrich von Jagow zeichnete engagierte Teilnehmer (Julian Lattke, Viktoria Schreurs, Johannes Schreurs) des Workshops für Studenten und Young Professionals mit der Überreichung des Tagungsband 19 aus der Schriftenreihe der Forschungs-gemeinschaft aus.


In der Ökumenischen Andacht am Sonntag mit Pfarrer Fritz Delp sprang Pfarrer i.R. Winfried Böttler für den leider verhinderten Pater Dr. Karl Meyer OP mit einer Predigt ein.

|Impressionen der Tagung|

Bitte beachten Sie: Sämtliche Vorträge dieser Tagung werden im Band 22 der "Schriftenreihe der Forschungs-gemeinschaft 20. Juli 1944 e.V." vom Wißner-Verlag in Augsburg veröffentlicht. Die XXX. Königswinterer Tagung findet vom 17. bis 19. Februar 2017 wiederum im CJD in Bonn statt.

Lesen Sie hier die Zusammenfassung der Vorträge von Gabriel Rolfes

XXVIII. Königswinterer Tagung in Bonn

Am 20. Juli 1944 wurde zum ersten Mal in Deutschland und der Welt sichtbar, dass es einen Widerstand gegen das nationalsozialistische Herrschaftssystem gab. Die treibende Kraft, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ist in den Medien und sicherlich auch bei vielen Menschen das Symbol dieses Widerstands.

Lange Zeit hat es in der jungen Bundesrepublik gebraucht, Aspekte des Widerstands gegen das nationalsozialistische Herrschaftssystem zu entdecken. Bei vielen Widerstandsgruppen war man geneigt, sie pauschal als reaktionär abzutun oder sie in eine unerwünschte ideologische Ecke zu stellen. Unerträglich für viele war eine Nähe zum Kommunismus. Sie wurden dann gern totgeschwiegen. Umso wichtiger ist es deshalb, den nicht-militärischen Widerstand gegen das NS-System aufzuarbeiten.

Es liegt in der Natur der Sache, dass es bei einem Widerstand gegen totalitäre Systeme keine homogenen, durchorganisierte und gut vernetzte Strukturen geben kann. Das wurde auch bei der Tagung der Forschungsgemeinschaft 20 Juli 1944 e.V. deutlich, die den Widerstand linker Gruppierungen wie Sozialdemokraten, Gewerkschaften und Kommunisten behandelte.
Foto Auditorium: Horst Niemann

 Die Tagung fand vom 20. bis 22. Februar 2015 im CJD in Bonn statt. Das Thema lautete:

"'Seid einig, einig gegen Hitler!' - Formen, Ziele und Motive des Widerstands von links"

Sie wurde gemeinsam mit der Jacob-Kaiser-Stiftung veranstaltet und beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem linken Widerstand. Situation und Reaktion der Arbeiterbewegung auf die Herausforderungen (und Verlockungen) des nationalsozialistischen Staates wurden in den Blick genommen; wie sah die Haltung der sich in der Weimarer Republik bis auf das Messer bekämpfenden linken Parteien aus? Welche Rolle spielte die schon mit dem 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten aufgelöste deutsche Gewerkschaftsbewegung? Was verhinderte die Herstellung einer aller linken Gruppierungen umfassenden, schlagkräftigen Volksfrontbewegung? Welche Formen faFriedrich 1nd das Aufbegehren gegen Hitlers Regime unter den Bedingungen gnadenloser Verfolgung? Wer fand Zugang zu jenen bürgerlich-konservativen Widerstandskreisen, die - gemeinsam mit dem Militär - den "20. Juli" vorbereiteten? Wer formte und trug von linker Seite die Zukunftspläne des "Kreisauer Kreises" mit?

Friedrich von Jagow, Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944, eröffnete die Tagung, Prof. Dr. Tilmann Mayer von der Jacob-Kaiser-Stiftung begrüßte die Tagungsgäste, Prof. Dr. Joachim Scholtyseck gab eine Einleitung in die Tagung und erläuterte die ihr zugrunde liegende Konzeption

Lesen Sie hier den Bericht von Cornelius Kückelhaus
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