XXV. Königswinterer Tagung

Vom 24. bis 26. Februar 2012 - Gemeinsam mit der Stiftung 20. Juli 1944, Berlin, mit dem Thema :
Die Ämter und ihre Vergangenheit im „Dritten Reich".„Horte des Widerstands'" oder „verbrecherische Organisationen"?

audit 1Die jüngst erschienene und stark umstrittene Studie zur Geschichte des Auswärtigen Amts im „Dritten Reich" und in der Nachkriegszeit wird zum Anlass genommen, einmal in differenzierter Form der Frage nachzugehen, wie sich denn eigentlich Ministerien, Behörden und Institutionen auf Reichs- und Landesebene im Verlauf des „Dritten Reiches" verhalten haben. Verfügen Behörden über besondere Beharrungskräfte? Können Institutionen als solche überhaupt Widerstand leisten? Wie groß ist der Handlungsspielraum einzelner Akteure an der Spitze oder im Apparat? Können Verwaltungs-angestellte Revolutionäre sein? Haben die Behörden nach 1945 ihre „Hausaufgaben" gemacht?

Tagungsverlauf

Freitag, 24.02.2012

 

ref 1

Nach der Begrüßung der Tagungsgäste durch den Vorsitzenden der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944, Friedrich von Jagow, gab Joachim Scholtyseck eine Einleitung in die Tagung und erläuterte die ihr zugrunde liegende Konzeption.

Nach dem Abendessen:
Eröffnungsreferat
„Stunde Null“?
Eine grundsätzliche Betrachtung
(Prof. Dr. Josef Isensee, Bonn)

 

 

Samstag, 25.02.2012

 Am Vormittag:

 

ref 2

Das Auswärtige Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im „Dritten Reich“ und in der Bundesrepublik – Eine Geschichte aus drei Blickwinkeln betrachtetref 3

(Dr. Annette Weinke, Jena)
Historikerin und Mitautorin der Studie

(Dr. Heinz Schneppen, Berlin) Botschafter a.D. und Historiker
(Prof. Dr. Rainer A. Blasius, Frankfurt a. M.) Historiker und Redakteur der FAZ

 

Nur eine nachgeordnete Behörde ohne Kompetenzen?
Da
s Reichswirtschaftsministerium 1933 bis 1945 und die Frage der personellen Kontinuitäten in der Bundesrepublik (Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Bonn)

Am Nachmittag:

ref 4Von Gehlen (Fremde Heere Ost) zu Gehlen (Bundesnachrichtendienst) – Geheimdienste vor und nach 1945 (Dr. Magnus Pahl, Dresden)ref 5

Von der Wehrmacht zur Bundeswehr – Personelle Kontinuitäten und Diskontinuitäten beim Aufbau neuer Streitkräfte (Dr. Georg Meyer, Freiburg)


„Anständig gehandelt“ – Widerstand und Volksgemeinschaft.

Eine Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Dr. Andreas Morgenstern, Stuttgart)


Am Abend:

preis 4Verleihung des „Dorothee-Fliess-Preises für Widerstandsforschung“ an Dr. Veronika Diem für ihre Dissertation

„Die Freiheitsaktion Bayern. Ein Aufstand und seine Folgen, Diss.phil. München 2010/11.“


Laudator: Prof. Dr. Ferdinand Kramer, München


Anschließend Empfang

Dr. Antje Vollmer konnte den Preis für ihre Monografie
„Doppelleben. Heinrich
und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop, Frankfurt 2010.“
aus terminlichen Gründen leider nicht entgegennehmen, daher wird die Preisverleihung zu gegebener Zeit nachgeholt.

 

Sonntag, 26.02.2012

Nach der ökumenischen Andacht:

 

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"Mit brennender Sorge und steigendem Befremden…“ – Die katholische Kirche und ihr Umgang mit dem „Dritten Reich“
(Prof. Dr. Winfried Becker, Passau)


Von „Barmen“ nach „Stuttgart“ – Die evangelischen Kirchen und ihr Umgang mit dem „Dritten Reich“
(Prof. Dr. Günter Brakelmann, Bochum)

Sämtliche Vorträge dieser Tagung werden in der
"Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V." in Band 17 vom LIT-Verlag in Münster veröffentlicht
.

 

Der Diskussionsbedarf war groß: Fotoseite