XXVI. Königswinterer Tagung

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Die diesjährige Tagung fand vom 22.02. bis 24.02.2013 im Adam-Stegerwald-Haus in Königswinter in Kooperation mit der Jacob-Kaiser-Stiftung statt. Das Thema im Jubiläumsjahr drehte sich wieder ganz um den Deutschen Widerstand, nachdem wir uns in den letzten Jahren der Institutionengeschichte bzw. dem Aufbau und der Organisation des "Dritten Reichs" gewidmet hatten.

Aufhänger für die Präsentation neuer Forschungs-ergebnisse ist ein Zitat von Alfred Delp:

 „‘Weder überflüssig noch unterlegen.’ - Neue Forschungen zum ‘Dritten Reich’“

 


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Der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944, Friedrich von Jagow, begrüßte die Tagungsgäste und überreichte den von Helmtrud und Robert de Roo von Hagen gestifteten Buchpreis in diesem Jahr an den Leutnant Florian Henseke.

Anschließend gab Prof. Dr. Joachim Scholtyseck eine Einleitung in die Tagung und erläuterte die ihr zugrunde liegende Konzeption.

 

dscf0078Sie setzte sich in drei Sektionen einerseits mit grundsätzlichen Fragen des Widerstands und andererseits mit Persönlichkeiten auseinander, die bislang nicht im Focus des öffentlichen Interesses standen.

Die erste Sektion war deshalb dem Leben und Wirken der Widerständler Kurt von Plettenberg, Josef Wirmer, Rudolf von Gersdorff und Erwin von Witzleben gewidmet.

In der zweiten Sektion wurden nicht nur die Dynamik von Strukturen und Personengruppen im Beziehungsgeflecht von zivilem und militärischem Widerstand unter den Bedingungen der totalitären Diktatur untersucht, sondern mit dem Sperr-Kreis in Bayern und dem Paul-Franken-Kreis im Rheinland auch zwei Widerstandskreise beleuchtet, die sich trotz widriger Umstände zusammengefunden hatten.

Die dritte, rezeptionsgeschichtliche Sektion setzte sich in Vorträgen und Diskussionen mit der deutschen Erinnerungskultur auseinander. Hier wurde nach dem heutigen Umgang mit dem historischen Erbe des Widerstands und seinem „Vermächtnis“ für den demokratischen Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland gefragt. Seit wann und in welcher Form wird des 20. Juli 1944 gedacht? Was wurde aus den Witwen des Widerstands und ihren Familien? Wie geht eine große Institution wie die Bundeswehr in ihrer Bildungsarbeit mit dem Widerstand gegen das „Dritte Reich“ heute um?

Im Rahmen dieser drei Sektionen wurden Studien junger Nachwuchswissenschaftler, deren Interesse am Thema Widerstand im "Dritten Reich" in Workshops der Forschungsgemeinschaft geweckt wurde, diskutiert. Aber auch Angehörige der Urenkel-Generation aus Familien, die im Widerstand gegen das NS-System gelitten hatten, berichteten über den Stand ihrer Arbeiten.

Der Tagungsbericht ist unter dem Navigator "Berichte -> Tagungsberichte" veröffentlicht.

 

Sämtliche Vorträge dieser Tagung werden in der
"Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V."
in Band 18 vom Wißner-Verlag in Augsburg veröffentlicht.

 

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