Historie

Entstehungsgeschichte

hinrichtungsraum pltzenseeDie „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944“ wurde am 20. Juli 1973 von Mitgliedern der „Stiftung 20. Juli 1944“ gegründet.

Der Schwerpunkt der „Stiftung“ lag in der finanziellen, sozialen und juristischen Betreuung der Hinterbliebenen und Angehörigen der Männer und Frauen des Widerstands gegen das national-sozialistische Regime.

Dagegen wuchs in den 1960er Jahren das Interesse der Söhne- und Töchtergeneration an einer Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Regimes und insbesondere an der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Widerstands gegen das Regime. Die Wider-standsforschung sollte verstärkt werden, die Widerstandsdiskussion und -definition auf eine breitere Basis gestellt werden. Aus diesen Überlegungen entstand die „Forschungsgemeinschaft“.

Das Foto zeigt den Hinrichtungsraum der Strafanstalt Plötzensee. 1937 wurde diese Arbeitsbaracke als Ort der Hinrichtungen bestimmt. In den 12 Jahren des nationalsozialistischen Terrors zwischen 1933 und 1945 wurden in Plötzensee insgesamt über 2.891 Menschen hingerichtet. Ende 1942 wurde ein Stahlträger eingezogen, an dem fünf Eisenhaken befestigt sind. Zwischen dem 8. August 1944 und dem 9. April 1945 wurden an diesem Galgen insgesamt 89 Menschen ermordet, die den Widerstandskreisen des 20. Juli 1944 zugerechnet werden können oder diese unterstützt haben.

Seit September 1952 ist der Hinrichtungsraum eine Gedenkstätte, in der am 20. Juli jedes Jahres ein ökumenischer Gottesdienst mit den Angehörigen und Nachkommen der hier Erhängten stattfindet.