Portrait

Drei Kernthesen der Satzung:

  • Erforschung der Geschichte der Widerstandsbewegung gegen das NS-Regime in Deutschland und in den ehemals von dem NS-Regime besetzten europäischen Ländern, um ihre Bedeutung in der Öffentlichkeit wachzuhalten.
  • Die Vergabe von Forschungsaufträgen und Herausgabe von Forschungsergebnissen und sonstiger mit dem Vereinszweck in Zusammenhang stehender Publikationen.
  • Die Durchführung von Vorträgen, Tagungen, Kolloquien und ähnlichen Veranstaltungen.

 

Davon abgeleitete Aufgaben:

Die Forschungsgemeinschaft sieht sich verpflichtet, alle Bemühungen zu unternehmen, um die wissenschaftliche Erforschung des deutschen Widerstandes anzuregen, die Darstellung dieses Kapitels deutscher Geschichte zu fördern und über das „andere Deutschland“ zu informieren und dessen Vermächtnis zu bewahren.

Zukunftsorientiertes Ziel ist allerdings auch, zur Sicherung des Friedens beizutragen und im Geiste großer Teile des Widerstands für die Völkerverständigung und ein vereintes, friedliches Europa einzutreten.

Den von Kritikern des Widerstands geäußerten Thesen: „zu spät, zu dilettantisch, nur zur eigenen Ehrenrettung“ gilt es mit historischen Fakten entgegenzutreten und dadurch den Frauen und Männern des Widerstands (vereinzelt auch "Verräter" genannt) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.


Die wissenschaftlich-historische Bearbeitung des Widerstands wurde unter anderen von Prof. Dr. Günter Brakelmann, Universität Bochum, geprägt sowie aktuell von Prof. Dr. Joachim Scholtyseck und Dr. Christoph Studt, beide Universität Bonn. 

Von unschätzbarem Wert bei der Erforschung des Widerstands sowie bei den Diskussionen auf Tagungen und Seminaren war und ist aber auch die Mitarbeit derjenigen,  die aktiv am Attentat des 20. Juli beteiligt waren und dieses überlebten, sowie der Witwen, Töchter und Söhne der im Zusammenhang mit dem 20. Juli Hingerichteten.

Die Forschungsgemeinschaft wird von einem Kreis von über 200 Mitgliedern getragen, zumeist Hinterbliebene, Angehörige und Freunde von im Widerstand gegen Hitler aktiven Männern und Frauen sowie von Wissenschaftlern und Vertretern des öffentlichen und politischen Lebens. Sie ist jedoch auch aufgeschlossen für politisch und gesellschaftlich Interessierte, die keinen familiären oder sonstigen direkten Bezug zum Widerstand im „Dritten Reich“ haben.