Pressemitteilung zum vierzigsten Jubiläum

Die „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“ wurde am 20. Juli 1973 von jungen Familienmitgliedern aus dem Kreis der „Stiftung 20. Juli 1944“ gegründet und begeht 2013 ihr vierzigjähriges Jubiläum. Auf der „XXVI. Königswinterer Tagung“ (22.02. bis 24.02.2013) wird dies mit einem Festvortrag gewürdigt.

Die Aufgabe der „Stiftung 20. Juli 1944“ lag in der juristischen, finanziellen, und sozialen Betreuung der Hinterbliebenen und Angehörigen der Männer und Frauen, die Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime geleistet hatten und diesen Widerstand mit ihrem Leben bezahlen mussten.

In den 1960er Jahren begann die Söhne- und Töchtergeneration dieser Widerstandskämpfer, sich mit den Verbrechen des NS-Regimes auseinanderzusetzen und den Widerstand gegen das NS-Regime in Deutschland und in den ehemals vom Deutschen Reich besetzten europäischen Ländern wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Daraus entstand die „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“. Sie führt Workshops, Tagungen und Begegnungsreisen durch und wird dazu öffentlich gefördert. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden in der „Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“ im LIT-Verlag (siehe -> Aktivitäten -> Publikationen) veröffentlicht.

Von großem Wert bei der Erforschung des Widerstands sowie bei den Diskussionen auf Tagungen und Seminaren war und ist aber auch die Mitarbeit derjenigen, die aktiv am Attentat des 20. Juli beteiligt waren und dieses überlebten, sowie der Witwen, Töchter und Söhne der im Zusammenhang mit dem Datum 20. Juli 1944 Hingerichteten.

Die Forschungsgemeinschaft wird von einem Kreis von über 200 Mitgliedern getragen. Es sind Hinterbliebene, Angehörige und Freunde von im Widerstand gegen Hitler aktiven Männern und Frauen, ebenso Wissenschaftler und Vertreter des öffentlichen und politischen Lebens. Sie ist jedoch auch aufgeschlossen für politisch und gesellschaftlich Interessierte, die keinen familiären oder sonstigen direkten Bezug zum Widerstand im „Dritten Reich“ haben.

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Franziska Hein

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